Inhaltsverzeichnis

Um ein Inhaltsverzeichnis zu erstellen hat QElectroTech direkt eine Funktion integriert.

Diese lässt sich unter dem Reiter Projekt öffnen.

Hierdurch wird auf dem aktuell ausgewähltem Blatt ein Inhaltsverzeichnis erstellt.

 

In der geöffneten Oberfläche gibt es 2 Reiter.

Der erste Reiter heißt "Anzeige". In diesem Reiter kann man sowohl die Schriftart als auch die Größe einstellen als auch 2 weiter Optionen wählen.

Bei der Funktion "Tabellengröße an die Folie anpassen" wird, die Tabelle an die eingestellt Blattgröße angepasst.

Die erstellte Auswahl der Schriftgröße lässt sich speichern und beim nächsten mal direkt einfügen.

 

Durch aktivieren der Funktion "Folie und Tabelle hinzufügen, wenn erforderlich" wird, sobald die erzeugte Liste größer ist, als die Seite an Platz bietet, automatisch eine neue Seite erstellt.

Die beiden Optionen sind standardmäßig aktiviert.

 

In dem zweiten Reiter geht es dann um den Inhalt des Inhaltsverzeichnis.

Hier können ganz simpel die gewünschten Informationen in die rechte Spalte übertragen und sortiert werden.

 

Mit Klick auf OK, wird das Inhaltsverzeichnis erzeugt.

 

Eine genaue Formatierung der Tabelle, wie z.B. Spaltengröße, ist hier nicht möglich. Dafür muss man über die SQL-Abfrage gehen, worauf ich allerdings an einer anderen Stelle eingehe.

Materialliste

Die Funktion um eine Materialliste zu erzeugen ist sehr ähnlich zu der Funktion für das Inhaltsverzeichnis. Die Funktion lässt sich ebenfalls unter dem Reiter Projekt öffnen.

 

In der geöffneten Oberfläche gibt es wieder 2 Reiter. Der Reiter Anzeige ist aufgebaut wie der Reiter bei dem Inhaltsverzeichnis.

 

Der Reiter Inhalt ist sehr ähnlich zu dem des Inhaltsverzeichnis. Nur gibt es hier noch 2 extra Funktionen.

Es ist möglich einen Filter zu setzen, so dass z.B. leere Bauteile aus der Liste rausgefiltert werden und die 2 Funktion ist, dass man auswählen kann, ob nur bestimmte Bauteilgruppen wie z.B. Klemmen aufgelistet werden sollen bzw. dass diese nicht mit in die Liste sollen.

CSV-Export

Der CSV-Export dient dazu, je nach Bedarf, Beschriftungen & Material aus dem Schaltplan zu exportieren. So können diese Infos benutzt werden, um Beschriftungen zu drucken oder die Bestellung aufzugeben.

 

Der Export ist sehr ähnlich aufgebaut wie der der Materialliste.

Hier gibt es ebenso eine Auswahl, welche Informationen ausgegeben werden sollen und ob Bauteile rausgefiltert werden sollen.

 

Möchte man die CSV als Materialliste nutzen, so steht die Checkbox "Layout als Stückliste" bereit.

Nach der Auswahl der benötigten Informationen und des Filters muss nur noch auf OK geklickt werden und der Speicherort ausgewählt werden.

automatische Bauteilnummerierung

 

Es gibt natürlich die Möglichkeit, Bauteile automatisch zu nummerieren. Da bei QElectroTech ein anderer Weg genutzt wird als bei der mir bekannter Software, gehe ich hier etwas genauer auf diese Funktion ein.

 

Für die automatische Bauteilnummerierung müssen die Regeln für die Nummerierung vor dem Platzieren der Bauteile

angelegt werden. Diese findet man unter den Projekteigenschaften/Auto-Nummerierung. 

Hier besteht komplette Freiheit, wie diese aussehen soll.

Es können verschiedene Zahlenformate,

Freitexte, Reihenfolge der Seite, Seitennummer, Anlage, Ort, Zeile des Bauteils, Spalte des Bauteils sowie das Präfix

des Bauteils genommen werden. Man kann jeder Nummerierungsregel einen eigenen Namen geben. Diese erscheint auch in dem Auswahlfenster für die Nummerierungsregeln.

Das Präfix ist eine etwas kompliziertere Sache. Darauf komme ich später zu sprechen.

Dies ist auch für Verbindungen und Seiten möglich, aber das Prinzip bleibt das gleiche.

 

Nachdem die Regeln der Nummerierung festgelegt wurden, können diese im Fenster "Auswahl Nummerierungsregeln" ausgewählt werden.

Das muss passieren, bevor das Bauteil platziert wird. Danach werden die Bauteile nach der

ausgewählten Regel nummeriert.

 

Sollen Bauteile unterschiedlich beschriftet werden, dann müssen mehrere Regeln erstellt werden. Wenn eine

Differenzierung zwischen den BMKs stattfinden soll, muss hier leider auch für jedes BMK eine eigene Regel erstellt werden,

was schnell geht, da man eine vorhandene Regel einfach auswählen kann und dann unter einem neuen Namen abspeichern kann.

Jetzt zum Thema Präfix.

Das Präfix ist, wie man es z. B. von WSCAD kennt, das BMK, also z. B. F, B, M etc.

Allerdings ist es momentan noch nicht möglich, das Präfix direkt per Bauteileditor in die eigenen Bauteile zu integrieren. Dies muss über eine externe XML-Datei geschehen, welche qet_labels.xml (Link zu einem Forumsbeitrag) heißt. Diese Datei muss direkt in dem Ordner der Bauteile liegen. Dann ist es möglich, die Bauteile über das Präfix zu nummerieren.

 

Wem das mit dem Präfix zu umständlich ist, kann anstatt des Präfixes auch einen Freitext auswählen und dort einfach den benötigten Buchstaben eintragen. Dann hat man mehrere Regeln, einmal für M, einmal für B, einmal für F usw. Dann muss man sich nicht mit der XML-Datei beschäftigen.

 

Eine weitere Möglichkeit zum Nummerieren der Bauteile ist meine eigene Funktion. Diese erkläre ich in der Rubrik eigene Funktionen. Dabei seid ihr aber an meine Vorgaben gebunden.

automatische Klemmennummerierung

In der DEV-Version gibt es inzwischen ein Tool, um Klemmen automatisch im Nachhinein zu nummerieren.

Davor wurde es über eine automatische Bauteilnummerierung gemacht. Das hat allerdings nicht mehr geklappt, sobald man Klemmen kopiert hat. Daher ist es sehr hilfreich.

 

QElectroTech arbeitet bei den Klemmen etwas anders, sogar genauer, als man es von z. B. WSCAD kennt.

Bei WSCAD wird der Name der Klemmleiste links angegeben und bei den Klemmen steht nur noch die Anschlussnummer.

QElectroTech arbeitet so, dass an jeder Klemme der Name der Klemmleiste inkl. der Anschlussnummer steht.

Das sieht dann beispielsweise so aus: -X3:1. -X3 definiert hierbei die Klemmleiste, der Doppelpunkt dient als Trennung zur Anschlussnummer und dann folgt die Anschlussnummer. In diesem Beispiel die 1.

Wer schon einige Schaltpläne vor sich hatte, kennt diese Schreibweise bei externen Feldgeräten.

 

So müssen, wie in dem Video zu sehen, die Klemmen definiert werden. Danach können die Klemmen kopiert werden und am Ende nummeriert werden. Die Funktion fängt bei jeder Klemmeleiste neu an zu zählen.

 

Die Nummerierung kann man dann nach der X- oder Y-Achse priorisieren. Das heißt:
Bei der X-Achse wird von links nach rechts nummeriert. Haben 2 Klemmen die gleiche X-Achse, hat die Klemme, die weiter oben ist, Vorrang.

Bei der Y-Achse haben die oberen Klemmen immer Vorrang und dann wird von links nach rechts nummeriert.

Dann kann man noch einstellen, ob nur numerische Werte gezählt werden oder auch Buchstaben.

 

In den Eigenschaften jeder Klemme lässt sich jede Klemme vom Nummerieren ausschließen.

 

Es gab schon die Anfrage, die Funktion so zu erweitern, dass vorher alle Klemmleisten ausgelesen werden und man mit einer Checkbox abwählen kann, wenn eine Klemmleiste nicht nummeriert werden soll. So eine Funktion hat, meines Wissens nach, nicht einmal WSCAD! 

 

Keine Sorge. In dem Video ist es noch Französisch. Dies wurde inzwischen aber ins Deutsche übersetzt.

Verdrahtungsplan erstellen

Den Verdrahtungsplan zu erstellen ist ganz einfach.

Sobald der Stromlaufplan fertiggestellt ist, geht man unter den Reiter Projekt und wählt dort "Verdrahtungsplan erstellen" aus.

Hiernach kommt nur noch die Abfrage, wo man die erzeugte CSV speichern will.

In der CSV werden dann alle Leitungen, welche man in dem Stromlaufplan gezeichnet hat, in die Liste eingetragen. Dabei werden folgende Angaben getätigt:

  • Seite
  • BMK von dem ersten Bauteil
  • Anschluss von dem ersten Bauteil
  • BMK von dem zweiten Bauteil
  • Anschluss von dem zweiten Bauteil 
  • Die angegebenen Definitionen vom Leiter. Das heißt, Spannung / Protokoll, Leiterfarbe, Leiterquerschnitt, Funktion.

Damit dies alles sauber gefüllt wird, ist es wichtig, sofern bekannt, in den Bauteilen die Anschlussnamen zu vergeben sowie die Verbindungen im Schaltplan so zu ziehen, wie diese nachher auch im Schaltschrank verdrahtet werden sollen.

 

maximale Anzahl Slaves definieren

 

Um mit einem Master-Element nicht unendlich viele Slaves verbinden zu können, kann man bei jedem Master-Element einstellen, wie viele Slave-Elemente man mit diesem Bauteil verbinden kann. Nachdem die maximale Anzahl der Slave-Elemente erreicht wurde, wird das Master-Element nicht mehr in dem Auswahleigenschaftenfenster angezeigt.

 

Eine Angabe, welche Art von Slave-Elementen verbunden werden kann oder welche Anschlussbezeichnungen die Slave-Elemente haben ist bisher nicht möglich.

 

Diese Einstellung findet man in dem Bauteileditor unter den Bauteileigenschaften.

 

massenhafte Leiterverbindungen

Um sehr viele Verbindungen auf einmal zu machen, liefert QElectroTech auch eine Funktion mit. Um diese Funktion zu aktivieren, muss die STRG-Taste gedrückt werden und dann mit der linken Maustaste, wie in dem Video zu sehen, ein Kreis um alle Anschlüsse, welche man verbinden möchte, gezogen werden.

Danach muss nur noch bestätigt werden, dass man die ausgewählten Anschlüsse verbinden möchte.

massenhaftes Kopieren und Einfügen

Hat man eine Baugruppe fertig gezeichnet und möchte diese sehr oft auf einem Blatt kopieren und einfügen, liefert QElectroTech auch hierfür eine Funktion.

Diese ist sehr simpel zu benutzen und dennoch sehr stark, da sie gut angepasst werden kann.

 

Man muss einfach nur die Bauteile, welche man kopieren möchte, auswählen und danach einen Rechtsklick auf diese Auswahl machen und "Mehrfach einfügen" auswählen. Danach lassen sich der Versatz und die Anzahl definieren. Ebenso lässt sich aktivieren, ob eine automatische Nummerierung stattfinden soll.

Vorlagen erstellen

Es gibt immer wieder Seiten, welche man, nachdem man diese fertig gezeichnet hat, immer wieder braucht wie z.B. eine Einspeisung, Lastabgänge, Temperaturfühler etc.

Um diese Seiten nicht immer neu erstellen zu müssen, kann man aus den fertig erstellten Seiten eine Vorlage erstellen, welche man dann immer wieder auf die Schaltplanseite ziehen kann.

Hierbei werden jegliche Verbindungen mit abgespeichert. Das heißt, dass man Seitenverweise vorher trennen sollte, damit später keine Fehler im neuen Schaltplan entstehen. Seiteninterne Verbindungen wie z.B. eine Verbindung von einem Relais zu dem Wechsler auf der eigenen Seite können erhalten bleiben. Wechsler auf einer anderen Seite sollten getrennt werden.

Aufbauzeichnung

Eins vorweg:

Ich benutze diese Funktion nicht, da die Aufbauzeichnung so kein richtiges CAD-Format (DXF oder DWG) hat. Ich benutze dafür die Software QCAD.

 

Wenn man den Aufbau aber nicht für eine CNC oder Ähnliches braucht, kann man mit QElectroTech problemlos die Aufbauzeichnung erstellen.

Da QElectroTech keinen eigenen Maßstab hat, wurde sich in dem Team von QElectroTech darauf geeinigt, 2px für einen Millimeter zu nehmen. Das heißt:
Wenn man ein Bauteil, wie z. B. einen Leitungsschutzschalter, hat, welcher 18 mm breit ist, wird die Linie, welche waagerecht ist, 36 px breit gezeichnet.
So bleibt die ganze Aufbauzeichnung maßstabsgetreu.

 

Mit der Installation von QElectroTech bekommt man bereits sehr viele Bauteile für die Aufbauzeichnung mitgeliefert.

Ich würde hier allerdings empfehlen, diese einmal selbst abzuspeichern und zu kontrollieren. Somit kann man sicher gehen, dass die Bauteile und der Maßstab korrekt sind und man hat die gleiche Optik. Alleine für einen einpoligen Leitungsschutzschalter werden sechs verschiedene Bauteile für einen allgemeinen Leitungsschutzschalter und fünf für explizite Herstellerartikel bereitgestellt.

 

Zum Platzieren der Bauteile kann ich empfehlen, in den Programmeinstellungen das Raster der X-Achse zu vermindern. So fällt das Aneinanderplatzieren leichter. Ansonsten lässt sich das Raster mit gedrückter ALT-Taste deaktivieren.

 

Das Maßband, welches man auf den Bildern sieht, wird auch bereits mitgeliefert. Dies findet man in der Bauteilsammlung mit dem Begriff "Lineal".

 

Die Bilder der Aufbauzeichnungen wurden nicht von mir erstellt, sondern von anderen, die QElectroTech nutzen und deren Arbeit im Forum geteilt haben.

 

Tipp:

Im Bauteileditor gibt es in dem Reiter Datei die Funktion DXF importieren. Damit kann man fertige Bauteile vom Hersteller im DXF-Format direkt in eine QElectroTech-Datei umwandeln. Hierbei wird auch der oben erwähnte Maßstab von 2 px für 1 mm verwendet.
Wichtig ist nur, dass die DXF-Datei keine Blöcke enthält. So kann z. B. ein ganzes Schaltschrankgehäuse importiert werden.

DDC / SPS

QElectroTech besitzt bisher keinen SPS-Manager. Aktuell kann man offiziell nur die ältere Art zur Verwirklichung einer SPS-Steuerung nutzen, welche auch teilweise noch von Anwendern von E-Plan genutzt wird.

 

Hierbei wird jedes Modul inkl. aller Anschlüsse auf der Schaltplanseite dargestellt und so verdrahtet, wie es später im Schaltschrank ist. Es gibt hier offiziell kein SPS-Hauptelement sowie Nebenelement.

 

Ich benutze diese Art nicht, sondern nutze einen Workaround, um eine Steuerung so darzustellen, wie es dem aktuellen Stand entspricht.

 

Ich habe nur zur Veranschaulichung schnell ein Beispiel für das Bild erstellt. Das die Seite so noch keinen Sinn macht, ist klar

SQL-Befehle

Jetzt kommen wir zu einem, leider, etwas komplizierten Thema. Um die Listen wie Inhaltsverzeichnis oder Materialliste sowie den CSV-Export anzupassen müssen hier spezielle SQL-Befehle genutzt werden. Dies ist leider nicht über die Oberfläche möglich.

In diesem Post in dem Forum ging es genau darum und am Ende steht auch genau eine Anleitung, in der alle Variablen etc. aufgelistet sind sowie einige Erklärungen wie diese aufgebaut werden müssen.

 

Der Vorteil heutzutage ist, dass wenn man alle Variablen kennt man mithilfe von KI sehr schnell seinen richtigen Befehl zusammengestellt hat.
Diesen kann man dann auch direkt in der jeweiligen Oberfläche abspeichern. So kann man diesen jedes mal direkt aufrufen.